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Luftwärmepumpe vor einer Holzfassade © BWP / DaikinStatt sich für weitere 20 Jahre an Gas oder Öl zu binden und entsprechende Energiepreis-Risiken in Kauf zu nehmen, sollten Eigentümer besser den Sprung ins "kalte Wasser" wagen und gleich auf erneuerbare Energien setzen - auch wenn die Voraussetzungen nicht perfekt sind © BWP / Daikin
Luftwärmepumpe vor einer Holzfassade © BWP / DaikinStatt sich für weitere 20 Jahre an Gas oder Öl zu binden und entsprechende Energiepreis-Risiken in Kauf zu nehmen, sollten Eigentümer besser den Sprung ins "kalte Wasser" wagen und gleich auf erneuerbare Energien setzen - auch wenn die Voraussetzungen nicht perfekt sind © BWP / Daikin
Mit Sanierung Schritt für Schritt unabhängiger werden

Fossilen Lock-In-Effekt im Heizungskeller vermeiden

Viele Eigentümer:innen haben inzwischen das Gefühl, sie können beim Heizungstausch nichts richtig machen und schon gar nichts sparen: Rechnet sich eine Wärmepumpe trotz der hohen Strompreise? Sind die Geräte wirklich überteuert, wie oft zu lesen ist? Fahre ich mit einer Gasheizung vielleicht doch besser? Steigt der CO2-Preis am Ende gar nicht weiter? Wem kann ich bei der Beratung denn überhaupt vertrauen, sind das nicht alles Lobby-Interessen?

Vor allem wenig technikaffine Eigentümer und Senioren sind mit der Entscheidung überfordert: Die Politik sendet uneindeutige Signale, hohe Kosten und Diskussionen um die Förderung machen den Heizungstausch auch zur finanziellen Belastung. Zugleich signalisiert die Bundesregierung durch Absagen an den Klimaschutz, dass Bemühungen um Energieeffizienz und Einsparungen nicht sachlich sondern ideologisch motiviert seien.

Aber ist das so? Sind energetische Sanierungen und klimafreundliche Heizungen eine zu hohe Belastung für Eigentümer? Oder sind nicht vielmehr zu hohe Heizkosten schon seit vielen Jahren der wahre Kostenfaktor? Wer mit den finanziellen Belastungen durch Sanierungen und effiziente Heizungen argumentiert und Energieeffizienz entbehrlich findet, wohnt ganz offensichtlich nicht in einem sanierungsbedürftigen Gebäude - wo hohe Heizkostenabrechnungen und Nachzahlungen zum Angstfaktor werden, aus Sorge vor hohen Heizkosten nur einzelne Räume beheizt werden und der fehlende Wohnkomfort sommers wie winters zur Belastung für die Gesundheit wird.

Aktuelle Ausgangslage für viele Eigentümer eine Herausforderung
Die Beurteilung der Situation derzeit ist für alle Eigentümer herausfordernd, auch für die, die eigentlich auf erneuerbare Energien setzen wollen. Uneindeutige politische Entscheidungen und Diskussionen machen die Entscheidung für eine neue Heizung schwer:

  • In der Bundesregierung gibt es viele Meinungen zum Gebäudeenergiegesetz und hier insbesondere zum Heizungstausch und zur Heizungsförderung. Ein Entwurf für die GEG-Novelle liegt aber weiterhin nicht (öffentlich) vor.
  • Die Kosten für den Heizungstausch sind hoch, über die Höhe der Förderung wird aber immer wieder diskutiert.
  • Das Verhältnis von Strom- zu Gaspreis setzt aktuell kaum Impulse Richtung Wärmepumpe und begünstigt fossile Energieträger.
  • Der Start des neuen Emissionshandels für Heiz- und Automobilkraftstoffe (ETS 2) wurde um ein Jahr auf 2028 verschoben.

Was können Eigentümer tun, die jetzt ihre Heizung erneuern möchten oder müssen?
Wer jetzt seine Heizung erneuert, sollte auf erneuerbare Energien setzen und sich über die aktuell hohe Heizungsförderung freuen! Auch wenn die Rahmenbedingungen (wie Strompreis) und Voraussetzungen (Haus nicht komplett saniert) nicht perfekt sind, ermöglicht eine Wärmepumpe über die kommenden Jahre mehr Freiheit und Flexibilität (dynamische Stromtarife, Eigenverbrauch von Solarstrom). Kleine Sanierungsmaßnahmen senken parallel dazu den Energiebedarf und damit die Heizkosten Schritt für Schritt. Weitere energetische Schwachstellen lassen sich auch in den Jahren danach noch beheben, so dass die Wärmepumpe dann wirtschaftlicher arbeitet. 

Immer mehr Studien zeigen zudem, wie Wärmepumpen auch im Altbau sinnvoll zum Einsatz kommen. Aus den Ergebnissen können Eigentümer lernen und Fehler vermeiden. Wer unsicher ist, welche Heizung zu seinem Haus passt, kann sich von einem Energieberater oder auch bei der Verbraucherzentrale unabhängig und passend zu seiner individuellen Situation beraten lassen.

Was können Eigentümer tun, bei denen erst perspektivisch ein Heizungstausch ansteht?
Steht der Heizungstausch erst in den kommenden Jahren an, können sich Eigentümer perfekt darauf vorbereiten - Informationen sammeln, sich beraten lassen, in der Nachbarschaft nach Erfahrungen fragen, die verschiedenen Optionen prüfen. 

--> Wichtig zu wissen: Je geringer der Wärmebedarf eines Hauses ist, um so flexibler sind Eigentümer bei der Heizung und um so einfacher können erneuerbare Energien den Wärmebedarf decken. Es lohnt sich also, den Wärmeschutz des Hauses zu verbessern (z. B. durch neue Fenster, Dachbodendämmung, Dämmung der Kellerdecke). Das senkt die Heizkosten und ebnet modernen Heizungen den Weg. Schwankungen beim Ölpreis oder hohe Gasnetzgebühren lassen Eigentümer dann kalt.

Fazit: Statt sich für weitere 20 Jahre an Gas oder Öl zu binden und entsprechende Energiepreis-Risiken in Kauf zu nehmen, sollten Eigentümer besser den Sprung ins "kalte Wasser" wagen und gleich auf erneuerbare Energien setzen - auch wenn die Voraussetzungen nicht perfekt sind. So können sie in den kommenden Jahren von besseren Rahmenbedingungen profitieren und ihre Heizkosten perspektivisch senken.

 

 


Mit freundlicher Genehmigung von Energie-Fachberater.de
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